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Auf der Suche nach Wildnis – Praktikum in der Wildnisschule – Teil 9

Schwarz hängen die Beeren am Holunderbusch.  Als ich das erste Mal die Wildnisschule besuchte, um mich vorzustellen entdeckte ich die aller erste Blüte an einem Holler-Strauch im Wald und war voller Glück und Verzückung darüber, denn es bedeutete: der Sommer kommt.  Jetzt ist mein Praktikum vorbei und es ist Erntezeit: in voller Reife hängen die Früchte an den Bäumen und der Herbst klopft schon an die Tür. Ich bin wieder nach Eberswalde zurückgekehrt und schaue auf drei intensive, erfahrungsreiche Monate zurück.

Ich war auf der Suche, als ich auf dem Wildnisplatz ankam. Auf der Suche nach Wildnis und auf der Suche danach, was gutes, befriedigendes und nachhaltiges Lernen ausmacht. Wie man gut lernt, habe ich gelernt: Aus der Notwendigkeit heraus und vor allem aus sich selbst heraus, aus der individuellen Neugierde heraus, im Spiel, im Abenteuer, mit Freude im Herzen und Adrenalin im Blut. Und das alles nicht allein, sondern der Gemeinschaft mit Anderen, in dem man Erfahrungen, Freude und Lernen miteinander teilt. So wird Lernen zur selbstverständlichen, alltäglichen Erfahrung, die Freude macht und von der man einfach nicht genug bekommen kann. Die Wildnis habe ich auch gefunden. Überraschenderweise nicht in der Landschaft (die ist dort besonders schön und vielfältig, aber doch vom Menschen geschaffen und geprägt). Auch nicht in den wildlebenden Tieren, denen ich dort begegnet bin (obwohl ich viele seltene, wildlebende Tiere beobachten konnte). Nein, ich habe Wildnis gefunden, wo ich sie wohl niemals erwartet hätte und auch nie gesucht habe: in mir selbst. Die Wildnis in mir, das ist das Geschenk, mit dem ich nach Eberswalde zurückkehre. Es sind meine Instinkte, die mir Gefahr und Sicherheit anzeigen, deutlicher als jede logische Analyse.  Es ist das Gefühl der Geborgenheit, wenn ich in der Natur unterwegs bin. Es ist, wenn Bäume zu Freunden werden und Tiere zu liebgewonnenen, gut bekannten Nachbarn. Es ist, wenn ich mit Sicherheit spüren kann: ich bin ein Teil dieser Natur.

Ich bin enorm dankbar für die Erfahrung, die ich diesen Sommer in der Wildnisschule machen durfte und ich möchte allen danken, die ich hier traf und kennen lernen durfte! Danke, es war eine wundervolle Zeit mit Euch! Mein besonderer Dank gilt natürlich Paul, seiner Familie und Daniela und den anderen Teamern und Mitarbeitern der Wildnisschule. Danke, dass ich dabei sein durfte!

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